Hippolini Reitschule Nicole Hugger

Warum hat nicht jeder ein eigenes Pferd?

Das Pferd ist ein Herdentier und Fluchttier, dessen Reaktionen nicht immer vorhersehbar sind. Als Herdentier ist es für das Pferde ein Grundbedürfnis „in-Sicherheit“ zu sein. Als Mensch ist es meine Aufgabe, dem Pferd diese Sicherheit zu vermitteln. Ebenfalls normal ist es, u.U. die Rangfolge abzufragen. Auch gegenüber dem Menschen. Für Reitanfänger ist es schwierig, das Verhalten und eine evtl. Reaktionen des Pferdes richtig abzuschätzen und einzuschätzen. Dadurch kann man sich selbst und/oder das Pferd in Gefahr bringen.

Warum wird nicht mit Zügeln geritten?

Ein guter Reitsitz, der das Pferd nicht stört, ist o Ruhig o Losgelassen o in Balance Ein Reitanfänger verfügt noch nicht über einen solchen Sitz Aufgrund dieser Tatsache würde er sich, dem natürlichen Haltereflex folgend, am Zügel festhalten und/oder sich mit den Beinen festklammern. Das Pferd soll unser Partner sein, dem wir keine Schmerzen zufügen möchten. Das festhalten am Zügel würde dem Pferd z.T. erhebliche Schmerzen bereiten. das Festklammern mit den Beinen macht einen mitschwingenden Sitz unmöglich.

Warum wird ohne Sattel geritten?

Jeder Sattel ist anders. Ein Sattel setzt den Reiter in eine bestimmte, vorgegebene Sitzposition. Ein freies „spielen“ und ausprobieren mit der Sitzposition lässt ein Sattel kaum zu. Vielfältige Bewegungserfahrungen sind nur eingeschränkt möglich.

Warum als Gruppe mit

bis zu 8 Schülern?

Das Lernen erfolgt am Besten o im Spiel o durch nachahmen o durch zuschauen und beobachten o durch gegenseitiges unterstützen o durch teilen der gemachten Erfahrungen o durch Verantwortung übernehmen o durch Absprachen treffen

Für was ist das Freispiel gut?

in den Pausen wird das Gelernte verarbeitet Lernen durch beobachten Steigerung der Motivation der Wechsel von Konzentration und Pause erhöht die Aufnahmefähigkeit die Konzentrationsspanne ist stark vom Alter abhängig. Deshalb sind Pausen sehr wichtig geeignete Lehrmaterialien regen zum selbständige Lernen an

Warum reiten die Kinder nicht auf grossen Pferden?

Kleine Kinder = Kleine Pferde Um Reitanfängern einen möglichst sicheren und selbständigen Umgang zu ermöglichen sollten einige Faktore beachtet werden: Die Beinlänge des Reiters sollte der Beinlänge des Pferdes entsprechen. Ein passendes Grössenverhältnis erhöht die Sicherheit für alle Beteiligten. Nicht nur die Größe, auch das Gewicht spielt für die Sicherheit eine Rolle. Ein ausgewachsenes Großpferd wiegt ca. 600 kg Ein Kind zwischen 30 und 40 kg.

Wann wird galoppiert?

Der Galopp erfordert ein hohes Mass an Körperbeherrschung und Koordination. Viele Reitanfänger haben anfangs noch Angst vor dem Galopp. Jeder hat die Chance in seinem eigenen Tempo zu lernen und Fortschritte zu machen. Selbstbestimmt und gut vorbereitet kommt der Galopp irgendwann von allein, ganz problemlos.

Wann lernt man „Richtig“ Reiten?

Reiten ist ein hochkomplexer Vorgang Die Hilfengebung für das Pferd muss miteinander und doch unabhängig voneinander gemacht werden. man kann wohl die „Technik“ und das „Handwerk“ des Reitens lehren. Es ist jedoch um ein vielfaches schwieriger DAS Gefühl, fürs Reiten und das Pferd zu lehren und zu ERlernen. Die großen Reitmeister sagen: Reiten lernt man ein Leben lang Der Weg ist das Ziel